International bekannter Künstler, insbesondere wegen seines Engagements für die “Murales” (Wandmalereien auf Hauswänden), mit dem er sein Heimatdorf berühmt
gemacht hat. Ausserdem bekannt für seine Klangsteine.
Pinuccio Sciola wurde am 15. März 1942 in San Sperate als Sohn von Bauern geboren. Autodidakt, dank einer von der Rinascente ausgeschriebenen Wettbewerbs-Ausstellung 1959 entdeckt. In diesem Rahmen gewann er ein Stipendium und es wurde ihm ermöglicht, in Cagliari das Gymnasium mit künstlerischem Schwerpunkt zu besuchen.In den Jahren 1961 und 1962 unternimmt er zahlreiche Studienreisen in die wichtigsten Kunststädte Italiens wie Rom, Florenz, Venedig, Ravenna, Neapel. 1964 besucht er die pädagogische Kunsthochschule in Florenz und nimmt an einem Bildhauer-Wettbewerb in Salzburg teil. Drei Jahre später gewinnt er ein weiteres Stipendium, das ihn nach Spanien bringt, wo er die Universität von Moncloa in Madrid besucht.
1968 beginnt seine Tätigkeit als Wandmaler. Er nimmt das Projekt der Verwandlung des Dorfes San Sperate in ein „MuseumsDorf“ in Angriff. Das Projekt findet Unterstützung bei zahlreichen Künstlern in Italien und im Ausland, unter anderem bei Foiso Fois, Primo Pantoli, Giorgio Princivalle, Gaetano Brundu. In demselben Jahr erhält Sciola einen Lehrstuhl in Bildhauerei am Gymnasium mit künstlerischem Schwerpunkt in Cagliari.
Im Jahre 1973 interessiert sich auch die UNESCO für das Dorf San Sperate und lädt Pinuccio Sciola nach Mexiko ein. Während dieses Aufenthalts lernt er den wichtigen Wandmaler David Alfaro Siqueiros kennen, von dem er in die Geheimnisse der frühkolumbianischen Kultur eingeführt und von ihr fasziniert wird. Nach der Eröffnung einer Werkstatt-Schule in San Sperate im Jahr 1978, unternimmt er eine Studienreise in Afrika, auf der er die Wälder des Äquators durchquert, von Uganda nach Zaire.
In den achtziger Jahren hat Sciola mehrere Personalausstellungen in zahlreichen italienischen und ausländischen Städten wie Rom, Mailand, Spoleto, Barcelona, Stuttgart, Paris, Wien u.a.Zwischen dem Jahr 1986 und 1987 stellt er in den wichtigsten Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland aus. Von 1990 bis 1996 unterrichtet er Skulptur an der Akademie für Bildende Künste in Sassari.
1996 führt ihn seine Auseinandersetzung mit der den Steinen innewohnenden Natur und seine Erfahrung mit der Technik der Gravierung zur Entdeckung der Musikalität der Steine.
Die Klangsteine sind Skulpturen (meist aus Kalk- oder Basaltstein) , die an grosse Menhire erinnern. Sobald sie von Hand oder mit Hilfe von kleinen Steinen geglättet und poliert worden sind, ertönen sie wieder. Die Klangeigenschaften der Skulpturen werden durch parallele Einschnitte im Stein hervorgerufen. Diese sind in der Lage, strukturierte Klänge hervorzubringen. Die Tonqualität hängt von der Dichte des Steins und den Einschnitten ab. Die Töne können an den Klang von Glas oder Metall, an Holzinstrumente oder sogar die menschliche Stimme erinnern.
Die Steinskulpturen von Pinuccio Sciola werden in der ganzen Welt ausgestellt. Es werden Konzerte veranstaltet, in denen diese Skulpturen zu wahren Musikinstrumenten werden; so werden sie zur Inspirationsquelle für Künstler, Musiker und Komponisten.
Seine Adresse : Via E. Marongiu n. 21 - 09026 San Sperate Telefon +39 070 9600353